Background
In unserem Glossar findet ihr Erklärungen und Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Begriffen rund um die Themen Klebstoffe, Bauen, Wohnen und Renovieren. Natürlich sind wir kontinuierlich dabei das Glossar noch zu erweitern.
Solltet ihr einen bestimmten Fachbegriff vermissen, einfach Bescheid sagen: Kontaktformular.
![]() | Ablüftezeit |
Die Ablüftezeit gibt die Zeitspanne in Minuten an, nach der ein Dichtstoff nach dem Auftragen eines Haftvermittlers in die Fuge eingebracht werden kann. Die Ablüftezeit eines Haftvermittlers muss unbedingt eingehalten werden, da noch nicht restlos verdunstete Lösemittel zu Haftungsproblemen und/oder Blasenbildung im Dichtstoff führen können.
![]() | Acrylate |
Acrylate sind wasserbasiert und hauptsächlich für den Wandbereich innen und außen geeignet. Sie sind in frischem Zustand wasserlöslich und darum einfach zu handhaben. Der besondere Vorteil liegt darin, dass Acrylate auch auf porösen Untergründen sowie PVC haften und die ausgehärtete Masse überstreichbar ist. Allerdings bieten Acrylate eine geringere Flexibilität als Silikone und sind für Böden, Glas, Keramik sowie die Bereiche mit dauerhaftem Wasserkontakt nicht geeignet.
![]() | Adhäsion |
Adhäsion ist die natürliche Anziehungskraft zwischen zwei Materialien. Klebstoff sorgt dafür, dass die mikroskopisch rauen Oberflächen der Materialien ausgeglichen werden und verstärkt so die Haftung.
![]() | Baufeuchte |
Als Baufeuchte bezeichnet man die Feuchte in Mauerwerk und Rohbau eines Neubaus. Baustoffe wie Mörtel, Putz, Estrich, Steine, Beton und die Witterung bringen erhebliche Wassermengen in ein Bauwerk. Ein erhöhter Feuchtigkeitsgehalt kann zu Haftungsproblemen bei Dichtstoffen führen. Ausnahme: feuchte, saugende Untergründe bei Acrylat-Dispersionen.
![]() | Bindemittelabwanderung |
Unter Bindemittelabwanderung versteht man das Abwandern von Bindemittel und/oder sonstigen Bestandteilen (z. B. Weichmacher) in die angrenzenden Baustoffe. Sie führt häufig zu Verfärbungen und/oder Verfettungen der Fugenrandbereiche. Ein Beispiel ist die Verfärbung von Marmor/Naturstein durch Weichmacherwanderung bei Einsatz eines nicht geeigneten Dichtstoffes. Für die Verfugung von Marmor oder anderen Natursteinen bieten Hersteller von Dichtstoffen geeignete Produkte an.
![]() | Chemisch reagierende Klebstoffe |
Chemisch reagierende Klebstoffe werden unter dem Begriff Reaktionsklebstoffe zusammengefasst. Das bedeutet, dass der Klebstoff erst noch reagieren muss, um seine Klebwirkung zu entwickeln.
Diese chemische Reaktion muss allerdings bis zur Verarbeitung unterbunden werden - da der Klebstoff sonst seine Wirkung verlieren würde. Daher werden entweder die reagierenden Komponenten - Binder und Härter - getrennt (Zweikomponenten-Klebstoffe) oder es wird sichergestellt, dass die Reaktion nur unter ganz speziellen Bedingungen eintritt, die im Aufbewahrungsgefäß nicht vorliegen (Einkomponenten-Klebstoffe).
![]() | Einkomponentenklebstoffe |
Einkomponentenklebstoffe sind Klebstoffe, die entweder mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit (aerob) oder unter Luftausschluss (anaerob) härten.
Der Klebstoff härtet also durch Veränderung der Umgebungsbedingungen aus. Dies kann beispielsweise durch Temperaturerhöhung, Zutritt von Luftfeuchtigkeit, Ausschluss von Luftsauerstoff oder Kontakt mit der Substratoberfläche geschehen.
Die Cyanacrylate - so genannte Sekundenkleber - sind wohl die bekanntesten Einkomponentenklebstoffe. Die sehr schnell reagierenden Klebstoffe benötigen zum Aushärten Luftfeuchtigkeit, wobei die natürlich vorhandene Feuchtigkeit auf den Fügeteilen bereits ausreicht.
![]() | EMICODE |
Verlegewerkstoffe, die mit dem GEV-Zeichen EMICODE EC1 PLUS als "sehr emissionsarm" gekennzeichnet sind, bieten größtmögliche Sicherheit vor Raumluftbelastungen, Gesundheitsschutz und hohe Umweltverträglichkeit.
![]() | Fuge |
Die Fuge ist ein beabsichtigter oder toleranzbedingter Raum zwischen Bauteilen. Da in nahezu allen Fugen eine gewisse Bewegung auftritt, muss eine Abdichtung nach dem Stand der Technik mit bewegungsausgleichenden Werkstoffen vorgenommen werden.
![]() | Fugendichtungsmasse |
Eine Fugendichtungsmasse wird in eine Fuge zwischen zwei Bauteilen gespritzt, um diese zu schließen. Die Masse haftet an den dafür geeigneten Flanken und nimmt die auftretenden Dehn-, Stauch- und Scherbewegungen auf. Silikon- und Acrylatdichtstoffe sind die gebräuchlichsten Dichtstoffe.
![]() | Gestreckte Silikone |
Auf dem Markt gibt es Reinsilikone ohne oder nur mit geringen Zusätzen von sog. Extendern (wie z. B. von Ceresit) und stark extendierte Silikone.
Extender sind Mineralöl basierte Produkte, die zum Verschnitt von Silikonen eingesetzt werden. In geringer Menge eingesetzt bewirken sie durchaus Leistungsoptimierungen, so kann man hiermit u.a. das Verarbeitungsverhalten einer Dichtmasse optimieren.
Stärker "gestreckte" Silikone, sind zwar preiswerter, die Leistung der Fugendichtungsmasse jedoch sinkt mit steigendem Extendergehalt. Grund: Das "Mineralöl" wandert mit der Zeit aus der getrockneten Fuge heraus. Je mehr Extender enthalten ist, desto größer ist der Volumenschwund der Dichtungsmasse im Laufe der Zeit. Nach einem Jahr können so 30 bis 50 Prozent der Ursprungsfuge "weggeschrumpft" sein. Bei starkem Volumenschwund kommt es zudem oft zu stark reduzierten Haftungseigenschaften und die Dichtungsmasse verliert ihre abdichtende Wirkung. Hinzu kommt: Die extendierten Silikonmassen schimmeln in der Regel schneller und sind häufig nicht vergilbungssicher.
![]() | Haftklebstoffe |
Haftklebstoffe liegen zwar bei ihrer Verwendung schon im Endzustand vor, gehören aber dennoch nicht zu den physikalisch abbindenden Klebstoffen. Die Besonderheit liegt darin, dass Haftklebstoffe ihren chemischen Zustand nicht verändern - also weder aushärten noch abbinden. Innerhalb der Anwendungstemperatur verfügen sie über eine permanente Oberflächenklebrigkeit. Diese Klebrigkeit ermöglicht die Verklebungen durch leichten Anpressdruck, ohne Zuführen von Energie sowie z. T. mehrmaliges Verkleben.
Nach der Anwendungsart kann man folgende Produkttypen unterscheiden: Wiederverklebbare Produkte (geringe Klebkraft), lösbare Produkte (mittlere bis hohe Klebkraft), permanent klebende Produkte.
![]() | Haftvermittler (Primer) |
Haftvermittler (Primer) haben die Aufgabe, die Haftung von Dichtstoffen auf Werkstoffoberflächen zu verbessern. Der einzusetzende Primer richtet sich sowohl nach der Art des Werkstoffes als auch nach dem Dichtstofftyp.
![]() | Hautbildungszeit |
Die Hautbildungszeit ist die Zeitspanne zwischen Ausspritzen und beginnender Hautbildung an der Oberfläche des Dichtstoffes. Sie gilt nur für einkomponentige Dichtstoffe und ist neben der Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit abhängig vom Vernetzungssystem und der Dichtstoffrezeptur. In der Praxis wird die Hautbildungszeit durch vorsichtiges Berühren mit dem Finger bestimmt. Kurze Hautbildungszeiten erschweren das Bearbeiten und Glätten, lange Hautbildungszeiten bergen die Gefahr, dass sich während der Hautbildung Schmutz auf der Oberfläche anlagern kann, der nicht oder nur schwer entfernbar ist.
![]() | Holzleim |
Wenn Holz sicher und stark zusammenhalten soll, ist Holzleim gefragt: Vom neuen Regal bis hin zum eleganten Parkettboden, aber auch zum Basteln, Reparieren oder Restaurieren von Möbeln und Co. sind die starken Holz-Spezialisten, z. B. von Ponal die beste Wahl.
![]() | Kontaktklebstoffe |
Kontaktklebstoffe bestehen aus löslichen Elastomeren und Harzen. Zur Verarbeitung werden beide Fügeteile mit Klebstoff bestrichen. Anschließend lässt man das Lösungsmittel fast vollständig verdampfen (Ablüftzeit), dann werden die Fügeteile mit einem kurzen, hohen Anpressdruck zusammengefügt. Es tritt eine Soforthaftung ein, die eine schnelle Weiterbearbeitung/Nutzung des Werkstückes erlaubt, z. B. beim Fahrradflicken.
![]() | Montagekleber |
Nach dem Motto "Kleben wie geschraubt" bieten Montage-Kleber zuverlässigen Halt und sind ideal zum Anbringen von Türschildern, Dekoelementen und Co. - die starken Klebstoffe ersetzen immer öfter klassischen mechanischen Befestigungen.
![]() | Nassklebstoffe |
Nassklebstoffe werden üblicherweise nur auf ein Fügeteil aufgetragen. Die Fügeteile werden sofort geklebt. Eine Haftung tritt erst ein, wenn das Lösungsmittel oder Wasser (als Trägersubstanz) verdunstet ist. Poröse Materialien (z. B. Papier, Pappe, Holz) begünstigen die Trocknung. Beispiele: Tapetenkleister oder Briefmarkenleim.
![]() | Neutrale Silikone |
Neutrale Silikone spalten Alkohol (oder Oxim) ab und sind universell einsetzbar. Sie eignen sich für zementäre Untergründe, Stein, Metalle u. v. m. - außerdem haften sie gut auch auf Kunststoffuntergründen wie z. B. Acryl-Badewannen und -Duschtassen.
![]() | Papiertapete |
Papiertapeten sind sehr vielfältig in Farben, Designs und Qualitäten. Außerdem werden die verschiedenen Stärken leicht, mittel und schwer unterschieden.
![]() | Physikalisch abbindende Klebstoffe |
Physikalisch abbindende Bauklebstoffe liegen bei ihrer Verwendung schon im Endzustand vor. Sie enthalten als Trägermedium Wasser oder Lösemittel und härten durch Verdunsten des Lösemittels bzw. Wassers aus.
![]() | Powerkleber |
Besonders harte Klebefälle schaffen so genannte Powerkleber. Sie sind universell für die Verklebungen von fast allen Materialien einsetzbar und kleben besonders fest und zuverlässig. Ob die gebrochene Blinklichtverkleidung oder das zu groß geratene Bohrloch, Powerkleber - ob flüssig oder als Knete - sind Experten für schwierige Klebefälle.
![]() | Raufasertapete |
Raufaser ist die am meisten verkaufte Strukturwandbekleidung. Die Struktur wird dabei von gleichmäßig eingearbeiteten Holzfasern gebildet, deren Größe und Form auf die jeweilige Raufasersorte abgestimmt ist. Die Holzfasern, eingebunden in eine Papiermasse, werden zwischen die unterschiedlichen Papierlagen gebracht.
![]() | Saure Silikone |
Saure Silikone spalten Essigsäure ab und werden hauptsächlich für den Sanitär- und Nassbereich empfohlen. Sie haften gut auf Glas und glasierten Flächen. Saure Silikone sind nicht für die Anwendung auf alkalisch reagierenden Untergründen (z. B. Beton) geeignet. Produktbeispiel: Ceresit Sanitär-Silikon.
![]() | Schmelzklebstoffe |
Schmelzklebstoffe sind frei von Lösungsmitteln. Es sind keine Dosier- oder Mischvorgänge zu beachten. Der Schmelzklebstoff kann als Pulver, Granulat, Stift, Netz oder Folie durch Temperatureinwirkung in der Klebefuge aufgeschmolzen werden. Die so genannten "Hotmelts" sind bei Raumtemperatur fest und werden durch Aufschmelzen verarbeitbar. Die heiße Klebstoffschmelze wird auf das zu verklebende Teil aufgebracht und sofort mit dem zweiten Teil zusammengefügt. Unmittelbar nach dem Abkühlen und Erstarren des Klebstoffs ist die Verbindung fest und funktionsfähig. Der Klebstoff verhält sich reversibel, das heißt bei Temperaturerhöhung wird er wieder weich und besitzt daher nur eine eingeschränkte Wärmebeständigkeit.
![]() | Sekundenkleber |
Die Basis für Sekundenkleber bilden Cyanacrylat-Bausteine. Die Einzelbausteine, Monomere, sind hochreaktive Moleküle, die in der Klebstofftube oder -flasche nur von speziellen Stabilisatoren abgehalten werden, miteinander zum fertigen Klebstoff zu reagieren.
Um diese Reaktion, genannt Polymerisation, blitzschnell zu starten, reichen feinste Spuren von Feuchtigkeit aus. Erst auf diese Weise kann der Klebstoff in Sekundenschnelle Materialien fest zusammenfügen.
Trotz ihrer Vielseitigkeit haben herkömmliche Sekundenkleber einige Grenzen: Bei zu viel Feuchtigkeit löst sich die Klebeverbindung wieder; sie sind zudem eher spröde und brechen leicht bei schlagartiger Belastung. Deshalb eignen sie sich am besten dafür, starre Kleinteile zusammenzufügen. Inzwischen sind die Klebstoff-Forscher weiter: Spezielle flexible Sekundenkleber sind dank Mikro-Gummipartikeln ideal für bruchsichere Verklebungen - sogar von flexiblen Materialien. Beispiel: Pattex Sekundenalleskleber Ultra Gel.
![]() | Sekundenkleber richtig anwenden |
Zur Verklebung müssen die Fügeteile nicht nur passgenau, sondern auch absolut sauber, fettfrei und trocken sein. Wer sicher gehen will, reinigt vorher z. B. mit Waschbenzin. Den Klebstoff immer nur auf eine Seite der Klebestelle möglichst dünn auftragen. Denn je dünner die Klebstoffschicht, desto schneller die Trocknung. Nach dem Auftrag die beiden Teile sofort zusammenpressen und für 5-60 Sekunden fixieren. Übrigens: Durch Anhauchen kann der Klebevorgang beschleunigt werden.
Wer mit einem Klebstoff mit Dosierspitze gearbeitet hat, sollte die Spitze später trocken abwischen. Sekundenkleber immer trocken und kühl lagern.
![]() | Silikone |
Fugendichtungsmassen auf Silikon-Basis haben sich seit langer Zeit bei der Abdichtung im Innen- und Außenbereich bewährt. Sie werden besonders häufig bei stark belasteten Fugen im Sanitärbereich und auch bei Glasfugen im Fensterbereich eingesetzt. Sie sind wasserabweisend, hochelastisch und beständig gegenüber Reinigungsmitteln und Chemikalien - jedoch nicht überstreichbar.
Silikon-Dichtmassen unterscheiden sich u. a. durch unterschiedliche Vernetzungssysteme. Generell trennt man saure (Essigsäure abspaltende) und neutrale (Alkohol oder Oxim abspaltende) Silikone, die durch Luftfeuchtigkeit vernetzen und aushärten.
Ausnahme sind hier wasserbasierende Silikondichtmassen (Silicotec) die ähnlich wie Acrylat-Dichtmassen bei der Trocknung aushärten. Die Spaltprodukte werden bei der Aushärtung/Vernetzung freigesetzt und erzeugen den jeweils typischen Geruch, der im Fall der Essigsäure recht intensiv sein kann.
![]() | Spezialsilikone |
Für bestimmte Anwendungsbereiche wie die Küche, wo Anschlüsse zum Spülbecken, zur Wand oder den Küchenmöbeln elastisch versiegelt werden sollen, gibt es spezielle Silikone. Denn in diesem Fall ist eine Silikon-Dichtmasse gefragt, die lebensmittelecht und trinkwasserneutral ist.
Auch die Fugen im Sanitärbereich, etwa zur Abdichtung an Badewannen, Duschen oder Waschbecken sind besonderen Beanspruchungen ausgesetzt. So besteht etwa aufgrund starker Feuchtigkeit und Wärme ein erhöhtes Schimmel-Risiko, das sogar die Gesundheit gefährden kann.
![]() | Strukturtapete |
Strukturtapeten haben eine reliefartige Oberfläche, die durch das Wechselspiel von Licht und Schatten besonders lebendig wirken soll.
![]() | Tapetenkleister |
Tapetenkleister sind Klebstoffe aus Polymeren, die in Wasser aufquellen und dadurch ihre Klebfähigkeit erlangen.
1953 brachte Henkel unter der Marke Metylan einen Tapetenkleister aus reiner Methylzellulose auf den Markt. Das weiße Zellulosepulver wird sofort vom Wasser aufgenommen, klumpt nicht und bildet in wenigen Minuten eine homogene Lösung mit kräftiger Konsistenz.
Bis heute bestehen Qualitätstapetenkleister aus den auf natürlichen Stoffen basierenden Substanzen Methylzellulose und Stärke. Beide sind ungiftig und werden zusätzlich oft mit Harzen und anderen Stoffen vermischt, die die Anwendung erleichtern, den Tapetenkleister stärker oder haltbarer machen sollen.
Tapetenkleister, die einen sehr geringen bzw. keinen Methylzelluloseanteil sondern Stärke als Hauptbestandteil haben, können günstiger produziert werden. Dies hat allerdings eine reduzierte Klebkraft zufolge und damit eine geringe Gesamthaftung. Auch der Kunstharzanteil ist oft gering, sodass bei qualitativ minderwertigen Tapetenkleistern wenig Anfangshaftung und eine schlechte Feuchtfestigkeit beim anschließenden Anstrich gegeben sind.
![]() | Tapetenkleister ansetzen |
Tapetenkleister ist hauptsächlich als Pulver erhältlich. Zur Anwendung wird dieses in ein Gefäß mit sauberem, klarem Wasser (kein Mineralwasser) eingerührt, auch "ansetzen" genannt. Als Anmachgefäß eignet sich jeder saubere und nicht rostende Behälter. Am ehesten geeignet sind zylindrische Behälter, da in diesem besser gerührt werden kann.
In welchem Verhältnis Pulver und Wasser gemischt werden müssen, lässt sich der Packung entnehmen.
Wichtig ist es den Tapetenkleister sehr zügig ins Wasser zu schütten, da er ansonsten klumpen kann. Anschließend muss der Tapetenkleister - je nach Kleistertyp - einige Zeit quellen.
![]() | Textiltapete |
Textiltapeten bestehen aus einem Verbund von textilen Fadensystemen auf glatten oder gekreppten Papier- oder Vliesträgern. Als textiles Obermaterial eignen sich hochwertige Fasern aus Jute, Leinen, Baumwolle, Seide, Kunstseide, Viskose oder Glasfaser.
![]() | Vinyltapete |
Vinyltapeten bestehen aus einem Papier- oder Vliesträger mit Vinylbeschichtung. Sie werden vorzugsweise in Bereichen eingesetzt, wo eine außerordentliche Strapazierfähigkeit der Oberfläche erforderlich ist (z.B. in Feuchträumen).
![]() | Vliestapete |
Der Markt für Vliestapeten wächst stetig. Dank einfacher Verarbeitungseigenschaften und trockener Abziehbarkeit sind Vliestapeten ideal für Tapezierneulinge. Denn es entfallen viele Herausforderungen, vor denen gerade Anfänger zurückschrecken. Beispielsweise das rückseitige Einkleistern und die Einhaltung der Weichzeiten.
Vliestapeten sind dimensionsstabil, d. h., in Verbindung mit Wasser bzw. Kleister dehnen sie sich nicht aus und ziehen sich auch nicht zusammen. Daher können sie in der Wandklebetechnik verarbeitet werden. Dabei wird der Kleister direkt mit der Rolle gleichmäßig und satt auf die zu beklebende Fläche aufgetragen - das Einkleistern am Tapeziertisch entfällt. Das ist einfach, sauber und spart Zeit. Die trockene Tapete wird nach dem Zuschneiden bahnenweise mit der Vorderseite nach innen aufgerollt, oben an der Wand angesetzt, in das Kleisterbett eingelegt und luftblasenfrei angedrückt.
In Verbindung mit dem richtigen Kleisterprodukt lässt sich ein perfektes Ergebnis erzielen. Dazu eignet sich z. B. Metylan direct control, ein auf Vliestapeten abgestimmter Kleister mit Auftragskontrolle.
Natürlich können Vliestapeten auch herkömmlich durch das Kleistergerät gezogen oder rückseitig eingekleistert werden. In diesem Fall ist ebenfalls eine direkte Verklebung ohne Weichzeit möglich.
Ein weiterer Vorzug: Bei Verwendung des vom Hersteller empfohlenen Vlieskleisters kann die Tapete später trocken von der Wand abgezogen werden - selbst nach mehreren Jahren. Dadurch reduzieren sich Arbeitsaufwand und Schmutz bei der Renovierung auf ein Minimum.
![]() | Vliestapetenkleister |
Vliestapetenkleister ist spritzarm eingestellt, sodass er für den direkten Auftrag auf die Wand geeignet ist. Da die Weichzeit entfällt, können die Vliestapeten trocken in das Klebebett eingelegt werden.
Damit die Tapete beim Anbringen auf die Wand sicher hält, muss der Vliestapetenkleister eine hohe Anfangshaftung haben. Außerdem muss er, um eine trockene Wiederabziehbarkeit von Qualitäts-Vliestapeten zu ermöglichen, die Wiederablösbarkeit unterstützen .
Beim Tapezieren von Vliestapeten sollte anstatt eines Quasts eine Tapezierrolle verwendet werden, damit ausreichend Kleister auf die Wand aufgetragen wird.
![]() | Wartungsfuge |
Die Wartungsfuge ist eine starken chemischen und/oder physikalischen Einflüssen ausgesetzte Fuge, deren Dichtstoff in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und ggf. erneuert werden muss, um Folgeschäden zu vermeiden. Dichtstoffe haben bzgl. ihrer Belastbarkeit Grenzen, die bei starken Belastungen überschritten werden können.
![]() | Wasserbasierte Silikone |
Wasserbasierte Silikone härten aus, indem Wasser aus der Formulierung verdunstet. Sie sind besonders einfach anzuwenden, da sie exzellente Verarbeitungseigenschaften aufweisen und umweltverträglich sind. Die zur Verarbeitung eingesetzten Arbeitsgeräte können mit Wasser gereinigt werden, solange der Dichtstoff noch nicht ausgehärtet ist. Wasserbasiert Silikone haften allerdings vergleichsweise schlecht auf Kunststoffen.
![]() | Weichzeit |
Die Weichzeit bezeichnet den Zeitraum, den der Tapetenkleister vor dem Tapezieren auf der Tapete verbleiben muss, um diese einzuweichen. Die Weichzeit unterscheidet sich je nach Stärke und Qualität des Tapetenpapiers. Zu beachten ist, dass sie bei allen Bahnen gleich lang sein sollte. Unterschiedliche Weichzeiten können Musterverschiebungen verursachen.
Durch das Einweichen dehnt sich die Tapete in Länge und Breite aus. Ist der Tapetenkleister nach dem Anbringen der Tapete an der Wand getrocknet, ist eine feste Verbindung zwischen Wand und Tapete hergestellt. Da sich die Tapete während der Trocknung versucht wieder zusammenzuziehen, kommt es zur so genannten Trocknungsspannung, durch die die Tapete den gewünschten straffen und blasenfreien Sitz an der Wand erhält.
![]() | Zwei- oder Mehrkomponentenklebstoffe |
Zwei- oder Mehrkomponentenklebstoffe bestehen aus zwei oder mehreren flüssigen oder pastenförmigen Bestandteilen. Die Komponenten müssen exakt nach dem vorgeschriebenen Verhältnis gut vermischt werden. Sie härten innerhalb einer von der Temperatur abhängigen Zeit aus. Diese Klebstoffe können nur während einer gewissen Verarbeitungszeit - der "Topfzeit" - verarbeitet werden. Bis zum vollständigen Aushärten müssen sie fixiert bzw. gepresst werden.
Mehrkomponentenklebstoffe werden sowohl als Kaltklebstoffe wie auch als Warmklebstoffe angeboten. Viele Industrieverklebungen werden mit Zweikomponentenklebstoffen gemacht, da durch Variation von Binder und Härterkomponenten eine optimale Anpassung an spezielle Klebeprobleme möglich ist.
Offene Fragen
Du vermisst die Erklärung eines Fachbegriffs in unserer Liste? Kein Problem - wir kümmern uns um die Lösung. Nimm bitte einfach Kontakt mit uns auf!

